direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Über uns

Das Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung an der TU Berlin wurde auf Grund der hochschulpolitischen Strukturreform zum 1.10.2010 aufgelöst und als Fachgruppe für Politikwissenschaft und historisch-politische Bildung in das Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik integriert.

Aus den Leitideen des ehemaligen Instituts und der Fachgruppe für Politikwissenschaft und historisch-politische Bildung:

1. Zur Struktur des Instituts

Das Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung an der TU Berlin bestand zwischen dem 1.4.2001 und 30.09.2010. Die Fachgruppe für Politikwissenschaft und historisch-politische Bildung setzt sich aus den Fachgebieten Politikwissenschaft/Sozialkunde, Fachdidaktik Geschichte, Fachdidaktik Sozialkunde sowie dem Fachgebiet Sozial- und Zivilrecht zusammen. Es pflegt den intensiven fächerübergreifenden Dialog, der sich in dieser Kombination angesichts aktueller gesellschafts- und bildungspolitischer Herausforderungen als fruchtbar und relevant erweist. Eine spezifische Ausprägung im Hinblick auf die Verbindung zwischen beruflicher Bildung und politischer Bildung erfährt das Institut durch die Tatsache, dass zahlreiche Studierenden zukünftige Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer sind.

2. Serviceangebot für Studierende
Der Didaktische Dienst Geschichte/Sozialwissenschaften unterstützt als Lehrmittelsammlung, Dokumentationsstelle und Archiv Lehrende in der Forschung, Studierende bei der Vorbereitung von Seminararbeiten, Unterrichtspraktika und Staatsexamina und steht TU-Angehörigen und ReferendarInnen sowie LehrerInnen aus Berlin und Brandenburg zur Verfügung. Er stellt seinen Bestand als einzige erziehungs- und unterrichtswissenschaftliche Serviceeinrichtung der Fakultät in einem Online-Katalog zur Verfügung.Die dem Institut zugeordnete „Arbeitsstelle Globales Lernen und Internationale Kooperation" besteht seit 1986. Sie versteht sich als Plattform zur Internationalisierung von Forschung und Lehre an der TU Berlin. Im Mittelpunkt stehen Inhalte, die im Bereich der Erziehungs- und Sozialwissenschaften unter dem Begriff „Globales Lernen" zusammengefasst werden.

3. Bildungsziele

Die Fachgruppe orientiert sich in Forschung und Lehre am Gründungsauftrag der Technischen Universität Berlin, wie er nach dem Zweiten Weltkrieg durch den britischen Generalmajor E. P. Nares formuliert wurde. Nares forderte von der Technischen Universität Berlin, jede Erziehung müsse „technisch, humanistisch oder was immer, universal sein [...], d.h. sie muß den ganzen Menschen, die ganze Persönlichkeit angehen, und ihre erste Aufgabe ist die Heranbildung eines Menschen im vollen Sinne, der in der Lage ist, eine verantwortliche Stelle im Leben neben seinen Mitmenschen einzunehmen."1

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Ausbildung von Studierenden, die ein Lehramt an der allgemeinbildenden oder der berufsbildenden Schule anstreben und ihr Studium im Fach Sozialkunde und ihrer Didaktik sowie der Fachdidaktik Geschichte absolvieren. Ein Teil der Lehre richtet sich auch auf Serviceleistungen für andere BA- und MA-Studiengänge oder den auslaufenden Magister-Studiengang mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaft.

Leitbild für die hier auszubildenden LehrerInnen ist das eines/einer sach- und fachkompetenten und gleichzeitig politisch engagierten, am gesellschaftlichen Leben teilhabenden Pädagogen/Pädagogin. Es ist das Anliegen der Lehrenden unserer Fachgruppe, unseren künftigen AbsolventInnen die Überzeugung zu vermitteln, politische Bildung nicht nur im traditionellen Fachunterricht anzusiedeln, sondern sie als Querschnittsaufgabe für den gesamten Bereich von Unterricht und Erziehung zu betrachten. Die Entwicklung eines kritischen Geschichts-, Politik- und Gesellschaftsbewusstseins spielt hierbei eine maßgebende Rolle. Der Fachgruppe ist aufgegeben, fachliche Qualifikationen und extracurriculare Kompetenzen (z.B. Teamfähigkeit, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit) zu vermitteln. In diesem Sinne orientieren sich die Lehrenden am Ziel des Studiums gemäß der Prüfungsordnung für das Lehramt in Berlin. Den Studierenden seien „die Voraussetzungen für eine Berufspraxis zu schaffen, die durch Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu kritisch urteilenden und handelnden Menschen einen Beitrag zur Ausgestaltung einer freien und gerechten, sozialen und demokratischen Gesellschaftsordnung im Sinne des Auftrags des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland zu leisten vermag."

Wir wollen Studierende dazu befähigen, gesellschaftliche Schlüsselprobleme (z.B. im Bereich von Krieg und Frieden, Interkulturalität, gesellschaftlich produzierter Ungleichheit, Problemen der Informations- und Kommunikationstechnologien, technischer und gesellschaftlicher Macht) multiperspektivisch, interdisziplinär und fächerübergreifend wahrzunehmen. Als Lehrende ermutigen wir sie dazu, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und ihnen zu vermitteln, durch ihr eigenes politisches Mitwirken selbst zu Vorbildern für ihre künftigen Schüler und Schülerinnen zu werden. Das impliziert, dass wir uns nicht auf die einfache Weitergabe und Aufarbeitung gesammelter Erkenntnisse der Politikwissenschaft und ihrer benachbarten Disziplinen - mit ihren oft implizit enthaltenen Anschauungen und Bildern von der Welt - beschränken. Vielmehr wollen wir unsere Studierenden in die Lage versetzen, eigene Ideen und Perspektiven zu entwickeln und ihnen kritische Kompetenzen an die Hand zu geben, diese - gegebenenfalls mit anderen - umzusetzen.

Die Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen für Fächer der historisch-politischen Bildung steht an einer Technischen Universität im Bezugsfeld natur- und technikwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und -vermittlung. Die Fachgruppe ist über die Lehramtsstudierenden in die naturwissenschaftlich-technischen Fachrichtungen unserer Universität in besonderer Weise eingebunden. Sie leistet einen inhaltsbezogenen Service auch für diese Fachgebiete, indem die hier entwickelten Fähigkeiten zur Analyse der Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Technik und Politik dort eingebracht werden.

Aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen für die Lehrerbildung sehen wir unsere Aufgabe auch darin, unseren Studierenden eine gerechtigkeitsorientierte internationale, interkulturelle, ökologische wie geschlechtersensible Perspektive, orientiert an den Dimensionen von race, gender und class, zu vermitteln. In diesem Sinne fördern wir mit der „Arbeitsstelle Globales Lernen und Internationale Kooperation" die Internationalisierung von Forschung und Lehre in besonderem Maße.


1 Aus der „Eröffnungsansprache von Major-General E. P. Nares CBE, MC nebst Antwort des Rektors der Technischen Universität und Ansprache des Oberbürgermeisters der Stadt Berlin. Gehalten am 9. April 1946", S. 7.


Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe